Blogeinträge (Schildkrotenfelsen)
Wir haben immernoch alle Heringe!
Aufstehen um 7 Uhr, ein letztes Mal Zelte zusammenpacken. Oh Wunder: Wir haben immernoch alle Heringe! Kein Frühstück, nur Tee. Um 8 Uhr rein in den Nationalpark, ohne Guide, dafür mit den letzten Wildpferden gleich am Anfang des Parks. Ansonsten sehen wir aber kein Deer. Hätten wir nicht bezahlt, hätte es auch keiner bemerkt. Im Nationalpark erleben wir noch auf ein Naturerlebnis, das man zu gerne beiseite lässt. Ein verletztes Lamm wird von Geiern und Hunden belauert, aber tapfer von einem zweiten Schaf bewacht. Weiter durch eine wunderschöne Landschaft und auf einmal sind wir kurz vor Ulan Bator. Wir entschließen uns doch noch für den Terelj und werden es nicht bereuen. Eine Kraxlhöhle und der Schildkrötenfelsen sind die touristischen Highlights, die Flussdurchquerung und die Jurte im wunderschönen Tal unsere persönlichen Höhepunkte. Ein Papa bringt der schreienden Tochter reiten bei, wir sehen Yak- und Kuhbabys und genießen die letzten Sonnenstrahlen.
Durch die Fahrt durch Ulan Bator wird uns erst wieder bewusst, dass so ein weiterer Tag im Grünen wirklich toll ist. Die Stadt ist laut und stinkend. Der Abend wird dazu genutzt noch ein paar Fotos von Gambda und uns zu machen und die Sachen zu packen.
Bei der Ankunft stoßen wir auf ein lustiges Ereignis: Aus der Jurte kommt erst ein und dann ein zweiter Mann der sich jeweils das Hosentürchen zumacht. Als kurz darauf eine Frau zähneputzend aus der Jurte tritt, war der Begriff der „Puff-Jurte“ geboren.
Wir vereinbaren Pferdereiten zu einem unbekannten Preis
Aufstehn um halb Acht, verzweifelter Versuch den Ofen mit feuchtem Holz anzuschüren. Eine Kerze und zwei Feuerzeuge später haben wir es doch noch hinbekommen. Wir verlassen das triste Tal bei ebenso tristem Wetter. Auf dem Weg nach Karakorum sehen wir die erste Teerstraße mit Leitplanken seit neun Tagen. Da wir früh ankommen entschließen wir uns zuerst das größte Kloster Erdenezu zu besichtigen, von dessen Ausmaß wir etwas enttäuscht sind: Nur wenige Gebäude, teilweise in schlechtem Zustand. Gutes Mittagessen im Restaurant – als Nachtisch gibt's zwei Teller Pommes. Bei Regen fahren wir zum Aussichtspunkt mit dem Schildkrötenfelsen und beschließen noch 50 (80) km bis zu den „Dünen im Grünen“ weiter zu fahren. Auf dem Weg begegnen wir Unmengen von Fröschen und erreichen unsere bisher schönste und größte Jurte. Zusätzlich gab's einen tollen Regenbogen und der von uns geprägte Begriff der Griffbereit-Tüte muss auch mal festgehalten werden. Am Abend bekommen wir Besuch von einem älteren Mann, der sehr bereitwillig in Stevies Heft malt. Wir vereinbaren Pferdereiten zu einem unbekannten Preis. Gambda bekommt Deutschunterricht.
