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Blogeinträge (Neu-delhi)

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29.09.2008

Alle hätten verschlafen, wenn nicht die Evy wäre.

Alle hätten verschlafen, wenn nicht die Evy wäre. Erste Frage um 20 vor 6: Tea or Coffee? Dann kommt die Winzigkeit an Taxi: Also Rucksack auf's Dach. Aber nicht gut genug. Drei Kurven und Katrins Rucksack wird sichtbar.Flughafen eine richtige Schikanekontrolle. Flo muss beinahe in Indien bleiben. V.A. Als er sein gelbes Anhängerle verliert und nochmal durch muss. Unser Geld reicht nicht mal für's Essen, dank nicht genannter Tax. Flieger – big surprise, besser als Jet Airline. Paris, Athen, Auf Wiedersehen! Ende einer ereignisreichen Reise. PS: Stevie speibt am Flug! Das Masala Sandwich ist schuld!



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28.09.2008

Frühstück in der puffmäßig angehauchten Großraumdisko

Spät aufstehen. Wir freuen uns auf ein tolles Frühstück. Im Café gibt es aber nur Muffin und Kuchen, davon werden wir nicht satt. Also Frühstück in der puffmäßig angehauchten Großraumdisko. Stevie verschüttet großflächig Milch. Auf Sightseeing haben wir jetzt eigentlich gar keinen Bock. Im Internetcafé schauen wir noch schnell nach wie das Wetter in Deutschland ist und ob der Flug auch wirklich geht. Um zum Computer zu kommen muss Flo sich aber erst registrieren bzw. Pass abgeben. Möglicherweise hängt das mit dem gestrigen Bombenattentat zusammen. Auch auf der Straße ist verstärkt Polizeipräsenz zu beobachten. Frisch auf der Straße belabert uns ein Tuk-Tuk-Fahrer. Wenigstens das Red Fort haben wir uns vorgenommen, also erstmal dahin, bei gefühlten 35°. Es läuft. Dort angekommen wird uns vom besagten Tuk-Tuk-Fahrer gleich noch eine Tour aufgeschwatz. Er hat ein ziemliches Gottvertrauen in uns und wartet vor dem Red Fort. Die Anfangshundert Rupien werden mit den Tourvierhundertrupien verrechnet. Die Prozedur ist nervig wie immer: Erst windige Tickets kaufen, auf die eben noch schnell der 2,5 fache Preis gestempelt wurde, Rucksäcke abgeben, Sicherheitskontrolle. Mitte im Fort werden wir dann wieder zurück geschickt, weil wi ran einer der Kontrollpunkte keine 25Rs für die Videokamera bezahlt haben. Da wir auch im Hotel bereits noch 12,5% Steuer bezahlt haben, sind wir langsam sauer und beschließen ab jetzt für jedes Foto von uns die Hand aufzuhalten. Im Eiltempo von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Beim India Gate komische Schießteile gekauft. Gandhi Memorial Garden, Gandhi Museum, Parliament, „Palace of President“. Hier erste negative, komische Unterhaltungen. „Und bist du wirklich glücklich? So wirklich wirklich glücklich? You are beautiful and so nice lady.“ Dann in den Hindutempel. Vorurteile bestätigen sich nicht: Gebäude eher neu, sauber und überraschend ruhig. Mal wieder ohne Schuhe. Das „Tip“ geben erledigt sich dank einer großen Hinweistafel, auf der geschrieben steht, dass man dem Staff kein Trinkgeld geben soll. Draußen das wohlverdiente Eis, auch hier will man uns schon wieder abzocken. Der Schlepperdeal, in das Einkaufszentrum hinein. Naja, immerhin kaufen wir ein paar Schals. V.A. Flo -> Weihnachtsgeschenk für Schwester. Dann zum Hotel. Der vereinbarte Preis von 400Rs und 50 Trinkgeld reichen dem Fahrer nicht, angeblich hätte er zweimal Parkgebühren bezahlt! Alles klar! Also wieder über's Ohr gehauen. Aber jetzt ins Luxuscafé. Für 80 Rupien gibt's den Kaffee mit Allem: Eis, Sahne, Schokosauce, extra Espresso. Hmm... nie wieder aufsethen! Doch! Um Hamsterkäufe im Kettenladen zu machen. Flo wird im Café abgestellt um Tagebuch zu schreiben und auf alles andere aufzupassen. Mit leuchtenden Augen kehren die Mädels vom Shopping zurück. Ein Kaffee geht noch! Zurück ins Hotel, dann ab zum Essen. Flo schafft es endlich seinem Opa eine Postkarte zu schicken, nachdem dies weder in der Mongolei noch aus Kathmandu geklappt hat. Die letzten 1000 nepalesischen Rupien wechseln wir mit herben Verlusten (6 statt 10 €) ein. Die Mädels gehen nochmal in den Kettenladen, die Jungs kaufen inzwischen Reiseproviant. Gar nicht so leicht drei Artikel einzukaufen, wenn man alle einzeln im EDV-System suchen muss! Dann ab ins Metropolis. Von wegen Klimaanlage – wir sitzen auf der Dachterasse. Wegen dem Attentat fährt draußen ein quäkender Polizeiwagen vorbei. Sehr lecker Essen, netter Kellner! Zwischenzeitlicher Schock: Wo ist das Tagebuch? Flo hatte es im Supermarkt auf die Theke gelegt. Schnell rüber gesprintet und Gott sei Dank – es ist noch da. Am Nachbartisch behaupten drei Kerle, dass sie Deutsch sprechen. In Wirklichkeit war es jedoch Sächsisch. Einziger Reinfall des Essens: Salat ohne Dressing und die Cocktails. Der Abend wir lang, wir lassen den Urlaub Revue passieren, es wird geheult und gelacht. Gut, dass wir uns gefunden haben. Im Hotel wird derweil Katrin um Trinkgeld angebettelt, sie hat aber keins. Und wir werden von einem Inder angemacht und checken nicht so wirklich was er von uns will. Danach Gespräch mit einem lustigen Advertising-Franzosen mit einer extremen Lache. Irgendwie trocken. Die Jungs heimbringen ist ein bisschen abenteuerlich. Im Hotel noch zwei Bier, die auf einmal 100 statt 75 Rupien kosten. Der Laden ist Mist. Und ich will auch keine Fragen mehr zu irgendwelchen komischen Getränken beantworten. Stevie schmeißt irgendwann Katrin raus und Flo und Evy sind so lang wach, dass die drei Stunden Schlaf einfach nicht genug sind!!! Nachtrag zum Bezahlen vom Hotel: Nicht 1200 pro Nacht. Es kommt noch Tax obendruaf. Arghhh! PS: Flo und Evy packen um halb 2 den Rucksacke.



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27.09.2008

Poor people give 100! - wir müssen die Steuer nachbezahlen

5:25 Uhr, Aufstehen, unser Agra-Tag beginnt. Das Taxi kommt pünktlich, Katrin kämpft ausgerechnet jetzt mit Durchfall. Unser Fahrer ist nett und kämpft sich durch den dichten Verkehr von Delhi. Sein einziges Manko: Er leidet unter chronischem Hupzwang. An uns fahren Tuk-Tuks mit 8 Personen, sowie Motorräder mit Frauen im Damensitz und Kind im Arm vorbei. Wir sind froh, dass wir nicht selbst fahren müssen. Als der Fahrer an der Tankstelle von uns 1000Rs haben will wird uns etwas mulmig zu Mute. Beim nächsten Stop werden wir vom Auto aus angebettelt. Das Angebot unseres Fahrers Frühstücken zu gehen nehmen wir dankend an. Für Touri-Lokal ganz okay, besonders das Cheese-Sandwich! Kurz vor Agra wird der Verkehr wieder dichter. Auf einmal biegt der Fahrer ab und wir werden zu einer Sehenswürdigkeit geschickt. Wir finden heraus, dass es sich um Agbars Gräber handelt. Da wir zur Total-Kaste gehören, müssen wir zum Eintritt auch noch Steuern bezahlen. In der Gartenanlage sind hübsche Tiere, das Grab überzeugt uns nicht: Noch während wir die Schuhe ausziehen labert uns ein Guide an, den wir nicht bestellt hatten. Er führt uns zum Grab, wo ein weiterer Inder einen Schrei ausstößt und dafür Geld verlangt: „Poor people give 100!“ - ein 10er muss reichen. Den Guide speisen wir mit einem Dollar ab: „One more, please!“ Dann der Höhepunkt: Beim Rausgehen sollen wir auch noch für den „Shoe-Service“ bezahlen. Dies verweigern wir und gehen zum Ausgang. Auch Katrin hat Bekanntschaft mit Indern gemacht, denn diese Zögern nicht lange und setzen sich direkt neben sie. Natürlich nicht ohne sie hemmungslos anzustarren. Jedes Rucksack-Öffnen hat bettelnde Kinder zur Folge. Feiner Zug vom Taxifahrer: Er weist uns darauf hin, dass der Eintritt ins Fort billiger ist, wenn man erst das Taj Mahal anschaut. Die lange Autofahrt versüßen wir uns mit der Vorstellung, wie Evelny ihr Weihnachtsgeschenk (Parfüm-Misch-Set) auspackt. Beim Taj angekommen macht uns die Hitze zu schaffen. Am Eingang eine lange Schlange. Ein Schlepper will uns zu einer kürzeren bringen, da wir hier angeblich 2,5 Stunden anstehen müssen. Wir fallen nicht darauf rein und kaufen ganz normal unser Ticket – natürlich zzgl. Steuer. Rucksäcke müssen wir auch abgeben, dafür bekommt jeder eine Flasche Wasser. Zurück zur Warteschlange; Sicherheitscheck; 20 Min später sind wir drinnen. Noch ein paar Meter, dann sehen wir das Taj Mahal vor uns. Filmen ist nicht erlaubt, außer für 25Rs, aber dann nur auf der Plattform. Das Gebäude beeindruckt uns. Beim Betreten wieder Schuhe ausziehen. Ab jetzt ist nicht mehr das Taj die Attraktion, sondern wir. In allen Kombinationen werden Fotos gemacht. Zurück zum Parkplatz gönnen wir uns ein Rikscha. Dies wird von einem schwitzenden Mann und einem Jungen geschoben, nicht gefahren. Die Abzocke geht weiter: „20 each“ bezieht sich auf einmal nicht pro Rikscha, sondern pro Person. Mittagessen gewohnt lecker. Egal was man bestellt, man bekommt immer wieder einen Topf mit Sauce. Weiter geht's zum Fort. Dort meinen wir, dass wir mit unserer Taj-Eintrittskarte rein können, doch wir müssen die Steuer nachbezahlen. Flo muss die anderen Drei zu ihrem Glück zwingen, denn die Motivation ist kaum noch vorhanden. Dafür darf er sich beim Betatschen des Security-Typen ein „nice body“ anhören. Das Fort ist eigentlich sehr schön, etwas schade, dass wir nicht mehr Zeit haben. Die Kosten für den Shoe-Service sparen wir uns, indem wir diese einfach daneben stellen. Papageien fliegen ebenso frei herum, wie ein paar Eichhörnchen ähnliche Wesen. Die örtliche Schuluniform der Kinder besteht bei den Mädchen aus einem Sari. Im Taxi können wir das Shopping-Center ablehnen. An die Nähe unserer schweißnassen Körper haben wir uns ja mittlerweile schon gewöhnt. Die Fahrt kommt uns ewig vor. Der Fahrer überholt wie ein Verrückter, während seine Hand an der Hupe festklebt. Irgendwann kaufen wir noch Masala-Chips und gefrorenes Mountain Dew. Zurück in Delhi geht Katrin zu Bett, die anderen Drei essen noch – genau: Töpfe mit Sauce im Lokal nebenan, welches durch das Schwarzlicht in etwa das Ambiente einer Großraumdisko hat. Immerhin gibt's diesmal Bier. Ab ins Bett, unsere vorletzte Nacht.



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